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Die Weine
Im Weingarten am Gaumberg werden vier Weinsorten angebaut, zwei Weiß- und zwei Rotweine. Nach der Jungfernlese 2004 werden ab dem Jahr 2005 folgende Weine angeboten: Chardonnay, Rheinriesling, Zweigelt und Blauburgunder. Hinzu kommen noch 2 Sorten Traubensaft sowie unser äußerst beliebter Gaumberger Sekt.
Die Trauben wurden am Gaumberg unter Beisein von Georg Beck gelesen und dann nach Gols transportiert. Dort wurden sie gepresst, gelagert und schließlich in Flaschen abgefüllt.
Die beiden Weißweine wurden im Herbst 2004 in Gols im Burgenland getauft. Taufpate war Siegbert Steiner, der den Weinen den Namen „Vinum Primum“ gegeben hat. Zweigelt und Blauburgunder wurden im Frühjahr 2005 getauft, der Leondinger Bürgermeister Dr. Herbert Sperl gab Ihnen den Namen „ALESI“ (aus Aleandra und Siegbert).
Chardonnay
Saftige, exotische Frucht, voluminös, pikant. In der Steiermark, wo er eher frische, zartblumige Weine liefert, wird der Chardonnay unter der Bezeichnung Morillon schon sehr lange kultiviert. In den letzten Jahren hat er aber auch in Niederösterreich, dem Burgenland und in Wien stark an Bedeutung gewonnen. Im Duft an Weißbrot und Dörrobst erinnernd, ergibt er sehr kräftige, extraktreiche Weine, die auch bei hoher Reife noch eine angenehme Säure besitzen; er gewinnt mit zunehmender Flaschenreife noch an Niveau und eignet sich optimal für die internationale Stilistik, d.h. malolaktische Fermentation und forcierte Barrique-Lagerung. Dennoch nimmt der klassische Ausbau in Österreich eine wichtige Stellung ein.
Rheinriesling
Synonyme: Rheinriesling, Weißer Riesling - Vornehmer Duft (Pfirsich, Marille), feine Nuancen, Rasse. In guten Weinjahren gehört der noble Riesling aus Österreichs Spitzenlagen, die sich vor allem in der Wachau sowie im Kamptal, Kremstal, Donauland und Weinviertel befinden, unbestritten zu den weltbesten Repräsentanten dieser Rebsorte. Sein charmantes Bukett weist meistens Anklänge an Pfirsiche, Aprikosen oder Zitrusfrüchte auf. Am Gaumen wirkt der Riesling wegen seiner pikanten Säurestruktur sehr rassig und anhaltend. Er entwickelt sich kontinuierlich und ist daher gut lagerfähig; dies gilt im Besonderen für die raren Spät- und Auslesen (oder die Wachauer Smaragdweine).
Zweigelt
Kirschfrucht, charmant, samtig. Die Sortenbezeichnung geht auf den österreichischen Züchter Professor Zweigelt zurück, dem diese Kreuzung von Blaufränkisch und St. Laurent gelang. Als Jungwein besitzt der Zweigelt ein ausgeprägt fruchtiges Bukett, das mit der Reife runder und feiner wird. Die Qualitäten reichen vom jung zu trinkenden, leichten Tafelwein bis zu kraftvollen Lagerweinen. Die solide Zweigeltrebe erreicht in allen heimischen Rotweingegenden gute Resultate und eignet sich aufgrund ihrer unaufdringlichen Art auch besonders als „ Basispartner“ für Rotweincuvées, etwa mit Blaufränkisch bzw. Cabernet Sauvignon.
Blauburgunder
Zart-blumig, elegant, lebhaft.
Ein sehr zartes und dezentes Duftbild, das manchmal an Himbeeren oder Waldboden erinnert, zeichnet den eleganten Pinot Noir aus, der in Österreichs Rieden zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bedeutsam sind gut durchlüftete Standorte, denn diese Rebsorte ist gegen Fäulnis überaus empfindlich. In den letzten Jahren konnten geradezu mächtige, ausgereifte Blauburgunder erzielt werden, wobei die besten Resultate östlich und westlich des Neusiedlersees sowie in den niederösterreichischen Anbauzonen Thermenregion und Carnuntum gelungen sind, doch auch andere Gebiete bemühen sich zunehmend um diese kaprizierte Rebsorte, die auch weit besser zu lagern ist als man aufgrund ihrer schlanken, manchmal fordernden Art annehmen sollte.
Gaumberger Sekt
Ein Teil des Rheinrieslings wurde von Alexandra Reisenberger der Sektkellerei Szigeti in Gols überlassen – dort wurde dann der erste Gaumberger Sekt erzeugt.
Nur die beste Champagnerhefe wird dort direkt aus Frankreich importiert und für die Sektproduktion verwendet. Die Flasche lagert auf Hefe, die Gärung setzt ein und danach wird dem Sekt Zeit für die Reifung gegeben. Eine von einem ausgeklügelten Computersystem gesteuerte Maschine rüttelt und dreht die Flaschen – die Hefe rutscht in den Flaschenhals.
Zum Abschluss des Rüttlungsprozesses werden die Flaschenhälse kopfstehend tiefgekühlt, die verfestigte Hefe degorgiert, also entfernt und der Likör des Hauses zugesetzt.
Die Flaschen werden auf Hochglanz gebracht und danach vollautomatisch etikettiert.