Unsere Fotogalerie
Fotos unserer Buschenschank, Gastgarten, Gaststube, Bar, Weingärten uvm.
Zur Fotogalerie>
Schmankerl & News
Ab sofort können Sie kulinarische Highlights sowie News der Buschenschank per E-Mail abonnieren
Hier erfahren Sie mehr >
Über Uns - Die Vorgeschichte
Leonding wird zum "Grinzing" von Linz -14.000 Rebstöcke am Gaumberg gesetzt. So titelten die Oberösterreichischen Nachrichten am 14. Mai 2002. Ganz Oberösterreich feierte damals Alexandra Reisenberger und ihre innovative Idee am Gaumberg zwischen Linz und Leonding einen 45.000 Quadratmeter großen Weingarten anlegen zu wollen.
Reben statt Sonnenblumen
Eigentlich sollte auf dem Grundstück "Ackern" angeboten werden. Was so einfach geklungen hat, stellt sich jedoch als nicht durchführbar heraus. Und so werden anstelle der Sonnenblumen Weinreben gepflanzt. 13.000 Rebstöcke sind es schließlich. Mit Unterstützung von Georg Beck, einem Weinbauern aus Gols im Burgenland, entsteht am Gaumberg der Weingarten. Chardonnay, Rheinriesling, Zweigelt und Blaubrgunder - diese vier Weinsorten werden angepflanzt.
Weingarten-Spatenstich gefeiert
Die Idee des Weingartens am Leondinger Gaumberg erregt jede Menge Aufmerksamkeit. Zum Spatenstich erscheinen viele Prominente. Und der Weingarten wird von allen als "Grinzing von Linz" gefeiert.
Diskussionen beginnen
Sieben Monate später, als bekannt wird, dass im Weingarten ein landwirtschaftliches Gebäude für Vermarktung und Verwertung des Gaumberger Weines errichtet werden soll, beginnen die Wellen hochzugehen. Die „Buschenschank“ wird österreichweit zu einem medialen Thema.
Als Baubehörde erster Instanz liegt die Entscheidung bei Leondings Bürgermeister Dr. Herbert Sperl. Der verteidigt die „Buschenschank“ von Beginn an. Er sieht in der Buschenschank ein landwirtschaftliches Gebäude mit Presshaus und Lagerräumen. Die innovative Idee der Weinbäuerin Alexandra Reisenberger gehört nach seiner Meinung unterstützt. Man könne nicht der Errichtung des Weingartens begeistert zustimmen, dann aber die Verwertung verhindern, hält der Bürgermeister den Gegnern der Buschenschank entgegen. Auch der Naturschutz habe ein positives Gutachten erstellt, außerdem habe die Stadt grundbücherlich abgesichert, dass das Objekt nicht für Wohnzwecke – wie Gerüchte behaupten - verwendet werde.
Baubeginn und kurz darauf Baustopp
Mitte Juli 2004 erteilt der Bürgermeister dann grünes Licht für den Bau der Buschenschank, nachdem das Projekt abgeändert und verkleinert wurde. Der Plan des Landwirtschafts-Architekten Dipl.-Ing. Erhard Luger sieht ein turmähnliches Gebäude mit Kuppel als Gastraum mit 110 Quadratmeter Größe vor. 288 Quadratmeter stehen für Nebenräume (Ab-Hof-Verkauf, Küche, Büro und Toiletten) zur Verfügung. Im Keller sollen alle für den Weinbau notwendigen Maschinen untergebracht werden. Die Buschenschank ist ebenerdig angelegt, nur gegen Süd-Westen kommt ein Geschoss zum Vorschein.
"Ich begrüße das Projekt und glaube, dass es für Leonding eine Attraktion wird", erklärt Leondings Bürgermeister. Der Naturschutz habe das neue Projekt positiv beurteilt, und auch ein landwirtschaftlicher Sachverständiger hätte bestätigt, dass das Objekt der landwirtschaftlichen Nutzung diene. Einem Bau der Buschenschank steht nach Ansicht des Leondinger Bürgermeisters nichts mehr im Weg, im Mai 2005 soll die Buschenschank eröffnet werden.
Die Baurechtsabteilung des Landes sieht allerdings ein Problem darin, dass der Standort als Grünzug gewidmet ist und dort nach ihrer Ansicht absolutes Bauverbot herrscht. Mit dem Bau der umstrittenen Buschenschank am Gaumberg wird begonnen – das Land ortet „Gefahr in Verzug“, fordert unverzüglich den Baubescheid zur Prüfung an und kommt zu dem Ergebnis: Die Baubewilligung wird aufgehoben. Darüber hinaus wird der Stadtgemeinde vorgeworfen, die Bestimmungen zur Parteienstellung missachtet zu haben. Gastgarten und Parkplätze befänden sich zwar auf einem anderen Grundstück, gehörten jedoch zu dem Projekt: werde das berücksichtigt, müsse einigen Nachbarn Parteienstellung gewährt werden. Weiterer Kritikpunkt: die fehlende Überprüfung der Auswirkungen des Zu- und Abgangsverkehrs für die Anrainer.
Bürgermeister Herbert Sperl betont, dass für den Grünzug in Leonding kein Bauverbot gilt. Das Land als Aufsichtsbehörde verwechsle offensichtlich den Flächenwidmungsplan Leondings mit jenem von Linz, der die Widmung "Grünland Grünzug" anders, und zwar als Bauverbot definiere.
Beim Verwaltungsgerichtshof wird Beschwerde eingelegt und gegen den Bescheid wird aufschiebende Wirkung beantragt. Anfang 2006 kommt dann die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes. Der vom Land verordnete Baustopp wird auf Grund von Verfahrensmängeln aufgehoben.